Superfoods – eine neue kulinarische Wohlfühl-Oase in Wien

Vor ein paar Wochen entdeckte ich in einer Gratis-Zeitung in der U-Bahn einen kurzen Bericht mit hübschen Fotos über ein neues Restaurant in der Neubaugasse, im 7. Bezirk: das Superfoods (Dancing Shiva). Wenn ich mich richtig erinnere, wurde es als „Café für Allergiker“ vorgestellt mit gluten-, laktose- und zuckerfreien veganen Speisen – das klang vielversprechend.

Nicole und ich verabredeten uns vor ein paar Tagen dort zum Mittagessen. Da ich schon neugierig war, schaute ich vorher noch auf die Homepage – eine schick-verspielte, liebevoll gestaltete Seite mit tollen Fotos. Die Latte meiner Erwartungen lag schon ziemlich hoch.

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Vor der Tür stehen zwei kleine Tische mit je einer Sonnenblume dekoriert, mehr Platz gibt es leider draußen nicht, drinnen dafür umso mehr. Der „Hauptraum“ ist großzügig, mit viel Holz möbliert und bunt dekoriert, aber nicht überladen. Auf der rechten Seite stehen dezent Regale mit thematisch passenden Artikeln, denn einen Shop (Essbares und Kleidung, außerdem werden Workshops angeboten) gibt es auch. Auf einer Deko-„Budel“ mit Nostalgie-Kassa schlief bei unserem Besuch gerade eine stattliche rote Katze – wie bestellt! 🙂 Der Raum vermittelt Gemütlichkeit und Platz für ca. 10-15 Gäste.

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An der Schank befindet sich eine Schau-Kühltrühe mit bunten Smoothies und kunstvoll gestalteten, sehr ansprechenden veganen Desserts, eine Mitarbeiterin dekorierte gerade mit bewundernswerter Geduld ein Torten-Kunstwerk. Die ganze Atmosphäre war entspannt und ruhig.

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An der Schank vorbei gelangt man durch einen schön gestalteten Gang zum zweiten, noch ansprechenderen Raum für vielleicht nochmal so viele Personen (ich hätte besser mitzählen sollen) – bestimmt gut geeignet für Festessen.

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Wir entschieden uns für draußen, es war ja ein schöner Julitag. Die nette Kellnerin war viel schneller bei uns als wir uns entscheiden konnten – denn die Karte steckte voller kreativer Kreationen, die wir am liebsten alle gekostet hätten. Wie oft kommt es schon vor, dass man als Veganerin/Vegetarierin aus der gesamten Karte auswählen kann?
Fast alles auf der Karte ist roh (bzw. auf maximal 42° erwärmt, auf Wunsch auch mehr), außerdem bio und vegan, wenn nicht glutenfrei wird extra darauf hingewiesen. Der Name ist Programm, in sämtlichen Speisen und vielen der Getränke finden sich Superfoods (dazu wird es bald einen Beitrag geben), d.h. eine Auswahl der hochwertigsten, nährstoffreichsten Lebensmittel der Erde (z.B. Gojibeere, Chia- oder Hanfsamen, Spirulina, Acai, Kakao usw.).

Wie bereits angedeutet, waren wir von der Speisekarte sehr beeindruckt – am besten „spricht“ sie für sich selbst (zum Vergrößern anklicken, das volle Programm findet ihr auf der Homepage):

 

 

Leider mussten wir uns entscheiden – also bestellten wir das Tagesmenü, das war als Vorspeise ein rohes Erbsen-Minzsüppchen mit Spinat und Spirulina (zum Teilen) und als Hauptspeise „Spaghetti SorRAWtina- Zucchini, Tomaten, Knoblauch, Rucola, Hanf-MozzaRAWlla“ sowie zusätzlich einen „red Tex Wrap“ (roter Zucchini-Wrap gefüllt mit würzigem Veggiehack, Chiligemüse, frischen Sprossen und Guacamole – enthaltene Superfoods: Kokos und Goji).

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Eigentlich war ich der Suppe gegenüber ein bisschen skeptisch, weil ich im Sommer einen Salat bevorzuge, aber im Superfoods würde ich nächstes Mal wieder eine Ausnahme machen. Denn das Erbsen-Minzsüppchen war eine überaus positive Überraschung und die lauwarme Temperatur genau das Richtige, außerdem wurde sie uns sehr hübsch serviert. Nicole meinte zum Schluss, die Suppe sei ihr Favorit.

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Weiter ging es mit der Hauptspeise (Wrap und Zucchinispaghetti) – beides wieder fantasievoll dekoriert und freundlich serviert. Der Wrap war intensiv mexikanisch gewürzt, die Fülle hatte eine perfekte Konsistenz, aber mir hatte es vor allem der Salat mit Zitronengras-Dressing angetan (wir kosteten natürlich von beidem).

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Die Spaghetti waren genau das Richtige für mich, wenn auch für meinen Hunger vielleicht ein bisschen zu wenig (nach der Nachspeise war ich dann aber anderer Meinung), wer hätte gedacht, dass sich Zucchinispaghetti sogar mit der Gabel aufrollen lassen? Ich muss unbedingt Nicoles Rezept ausprobieren…

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Das Tüpfelchen auf dem i war – so wie es sich gehört – die Nachspeise: ein Nougatknödel und ein Mousse au Chocolat, natürlich beides vegan und fast zu fesch um gegessen zu werden. Auch wenn die Bezeichnungen vielleicht ein bisschen irreführend sind bzw. nicht unbedingt den gewohnten Desserts dieses Namens entsprechen – die Kreationen von Superfoods sind gelungen, sie schmecken köstlich. 🙂

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Nett ist auch die Idee, dass die Desserts in Gläsern mit Schraubverschluss für 1 € Pfand verkauft werden und bei 10 gesammelten bekommt man eins samt Inhalt geschenkt (wenn ich das richtig verstanden habe.)

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Unser Besuch im Superfoods hat uns satt und glücklich gemacht – Dankeschön.

So viel Begeisterung ist wahrscheinlich fast schon unheimlich – wo bleibt der Haken? Ich möchte diese Frage mit: „Es gibt keinen“, beantworten. Alles war ganz wunderbar.

Am Rande möchte ich nur noch einen Punkt thematisieren: die Preise.
Hmmm. Grundsätzlich überrascht es nicht, dass ein Lokal mit ausschließlich biologischen und teilweise exotischen, frisch zubereiteten Speisen und Getränken teurer ist als ein Standard-Restaurant mit Großmarktprodukten. Vielleicht sollte es eher mit einem „besseren“ Restaurant verglichen werden – und da würde ich das Superfoods ansiedeln. Fleisch- und Fischspeisen kosten ja oft 15 € aufwärts, vielleicht ist es auch nötig, die Bereitschaft mitzubringen, solche Preise zu bezahlen, wenn es sich um etwas Besonderes in veganer Form handelt?
Leider hat Superfoods nur tagsüber geöffnet, im Sommer mit Nachmittagspause und abends nur bis 19 bzw. 20 Uhr – ich würde die Art der Speisekarte aber für den Abend passender finden, auch das Ambiente wäre perfekt für ein ausgedehntes mehrgängiges „Dinner“ (was ich mir schwierig vorstelle, wenn um 20 bzw. 21 Uhr Sperrstunde ist) – vielleicht ändern sich die Öffnungszeiten ja noch. Bei unserem Besuch war das Lokal zur Mittagszeit jedenfalls ziemlich leer, hoffentlich lag das nur am schönen Wetter.

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Achtung: Im Sommer andere, verkürzte Öffnungszeiten: http://www.dancingshiva.at

Superfoods bietet ein recht weit gefächertes Preisspektrum, ein Pizzastück hätte es beispielsweise schon um 6 € gegeben, also kann man sich einen Besuch dort im Prinzip nach dem eigenen Budget gestalten. Warum 0,25 l hausgemachte Zitronen-Minzelimonade allerdings 3,90 € kostet, konnten wir nicht nachvollziehen – also haben wir etwas anderes bestellt. Für mich war das Preis-/Leistungsverhältnis in Ordnung bzw. durch die Liebe zum Detail, die angenehme, schöne Atmoshphäre und das freundliche Service voll erfüllt.

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Nicole und ich haben uns vorgenommen, bald wieder hinzugehen, um noch andere Leckerbissen zu kosten und möchten einen Besuch im Superfoods wärmstens weiterempfehlen – Achtung: vom 4. bis 23. August ist Sommerpause.

Hier gehts zur Homepage: www.dancingshiva.at

Alles Liebe,
Isabella

 

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Ein Kommentar zu “Superfoods – eine neue kulinarische Wohlfühl-Oase in Wien

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