Beauty Detox – Eine Kurzeinführung

Wer sich auf unserem Blog ein bisschen umschaut, wird häufig dem Begriff BEAUTY DETOX (BD) begegnen, denn dahinter steckt das ausgeklügelte Ernährungskonzept, nach dem wir uns (weitestgehend) richten. Wir werden auf alle wichtigen Kriterien noch ausführlich eingehen, möchten euch aber an dieser Stelle gleich eine kurze Erklärung bieten.

Leider ist der Name selbst aus unserer Sicht nicht besonders glücklich gewählt bzw. viel zu kurz gegriffen, denn es geht um weit mehr, als Schönheit und Entgiftung – aber die US-amerikanische Erfinderin der Methode, die Ernährungsexpertin Kimberly Snyder, hat ihn so gewählt, also bleiben auch wir dabei und hoffen, dass sich niemand davon abschrecken lässt. Es lohnt sich wirklich, einen genaueren Blick darauf zu werfen und es auszuprobieren, versprochen! 🙂

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Das Wasser einer jungen Kokosnuss ist der wahrscheinlich beste Elektrolytlieferant der Natur – und schmeckt unbeschreiblich gut!

 

Kimberly Snyders Beauty Detox Plan (BDP – das Buch ist auch hierzulande ein Bestseller) hebt sich von anderen Ernährungskonzepten oder Diäten, die wir kennen, auf sehr positive Weise ab:

• Das Wichtigste gleich vorweg: BD ist nicht als kurzfristige Diät, sondern als Lebensstil konzipiert.
• BD beruht auf einer ausgewogenen, vitamin- und nährstoffreichen, naturbelassenen pflanzlichen Vollwertkost, die dem Körper in Hülle und Fülle alles gibt, was er braucht.
• BD liegt die Philosophie zugrunde, dass ein gesunder Darm bzw. eine gute Verdauung eine Grundvoraussetzung für Wohlbefinden, Gesundheit, Energie und auch Schönheit ist.
• Daher sieht BD vor, dass wir unserem Körper hochwertige Nahrung geben und stetig entgiften, um unser Verdauungssystem zu entlasten.
• BD ist in drei Phasen gegliedert, die weit gefasst sind, aufeinander aufbauen und individuell gestaltet werden – das eigene Wohlbefinden und das individuelle Tempo stehen dabei im Vordergrund.
• Wer sich nach BD ernährt, muss weder Kalorienzählen noch Hungern, sondern darf sich ohne Reue satt essen.
• Es ist nicht zwingend notwendig, komplett auf tierische Produkte zu verzichten, auch wenn BD die Ansicht vertritt, dass wir diese nicht brauchen und uns damit auch gar nichts Gutes tun.
• BD ist für jeden Menschen umsetzbar – ganz unabhängig von Lebensstil, Geld oder persönlichem Geschmack.
• Nicht zuletzt impliziert BD auch ein möglichst verantwortungsvolles Einkaufsverhalten in Bezug auf andere Menschen (z.B. deren Arbeitsbedingungen), Tiere (Fleisch- und Milchprodukte) und unsere Umwelt (z.B. Herkunftsort der Produkte, Pestizide usw.).

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Die Eckpfeiler der BD Ernährung:
• ein ausgewogener Mix aus vollwertigen, nährstoffreichen Lebensmitteln (v.a. Gemüse, Obst, Getreide, Samen & Nüsse, Superfoods, …)
• naturbelassene „ungiftige“ Nahrungsmittel (frische, biologische, gentechnik- und chemiefreie Produkte)
• ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt (80% basen- und 20% säurebildende Nahrungsmittel)
• die richtige Kombination von Nahrungsmitteln bzw. Trennkost (d.h. Kohlenhydrate und Eiweiße werden nicht gemeinsam gegessen)
• die richtige Speisenfolge (von leicht nach schwer)
• rohe Nahrung bzw. schonende, nährstofferhaltende Zubereitung
• wenn nötig sukzessive Darmsanierung

 

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Der Geniale Grüne Smoothie – das BD-Wundermittel 🙂

 

Was heißt das in der Praxis?
Nahrungsmittel und Speisen, die zu 100% dem BD-Konzept entsprechen, erfüllen folgende Kriterien:

  • ausschließlich pflanzliche Lebensmittel/Produkte (kein Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Eier)
  • keine künstlichen Zusätze oder Inhaltsstoffe (u.a. Fertig-/Mikrowellenprodukte
  • gluten- und gentechnikfrei
  • kein weißer Zucker, Agenvendicksaft oder künstliche Süßstoffe
  • keine Kohlensäure
  • Fett- und Öl-arme Kost (nichts Frittiertes)
  • keine unfermentierten Soja-Produkte
  • BD Trennkost (keine konzentrierten Proteine und Stärken)

Noch da? 😉 Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass diese Kriterien im ersten Moment ein wenig nach strenger Diät klingen und möglicherweise bei vielen sehr stark von den gewohnten Ernährungsgewohnheiten abweichen – aber keine Sorge, die Liste der „erlaubten“ Dinge ist seeeehr lang. Wir haben schon ein paar Beispiele vorbereitet, damit ihr eine Vorstellung bekommt, welche Köstlichkeiten auf unsere Tische kommen.

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Das ist ein veganer Nougatknödel, verspeist bei Superfoods (www.dancingshiva.at) – mmmmhhhhh!

Niemand verlangt, dass die Umstellung über Nacht stattfinden soll (daher auch die drei Phasen), sondern langsam, Schritt für Schritt. Auch unsere Rezepte verzichten manchmal auf ein oder zwei Kriterien.  😉 Wenn es immer wieder, gerade in der ersten Zeit der Umstellungsphase, aus den verschiedensten Gründen schwer fallen mag, alle Kriterien zu erfüllen: BD ist keine Entweder/Oder-Angelegenheit – es gilt: je mehr, desto besser!  🙂

Aber ganz egal, ob ihr eure Ernährung nur für ein paar Tage zwischendurch oder dauerhaft umstellen, ob ihr nur gewisse Elemente des BD in eure Ess- und Einkaufsgewohnheiten aufnehmen oder ihn genau befolgen möchtet: jede hochwertige Mahlzeit ist positiv für den Körper und das Wohlbefinden; mit der Zeit will man ganz von selbst immer mehr davon – das ist jedenfalls unsere Erfahrung.

Ein Versuch kann ja nicht schaden. 😀
Alles Liebe, Nicole & Isabella

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PS: Wer selbst bei Kimbery Snyder nachlesen möchte, sie ist sehr aktiv auf ihrem Blog und auch auf Facebook.

 

Quelle: Kimberly Snyder (2013): Der Beauty Detox Plan, Südwest Verlag

 

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12 Kommentare zu “Beauty Detox – Eine Kurzeinführung

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  4. Auch ich habe die Umstellung auf vegane Ernährung hinter mir und kann es nur jedem Empfehlen. Abgesehen von purzelnden Colesterin-Werten, verschwundenen Müdigkeit nach dem Essen, … Hat es auch den Vorteil dass die kleinen Fettpölsterchen verschwinden. Das habe ich auch mit jahrelangem Training nicht erreicht.

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  5. Ich wurde wegen meiner Neurodermitis Veganerin und befinde mich auf dem Weg der Heilung. Doch werde ich auch wenn ich gesund bin weiter Veganerin sein, es ist einfach eine super Lebensweise und alle Rezepte schmecken super lecker.
    Eure werde ich bald ausprobieren, die klingen super 😀
    Mir gefällt auch das BDM Konzept sehr gut.

    Ein toller Blog ! Weiter so 🙂

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    • hallo jessi,
      danke für das positive feedback, das freut uns. 🙂
      wie schön, dass du mit veganer ernährung so gute erfolge gegen die neurodermitis erzielst – weiterhin alles gute! mein eindruck ist, es spricht sich immer mehr herum, wie positiv sich gesunde pflanzliche kost auf gesundheit und wohlbefinden auswirken, aber es ist auch wichtig, dass menschen wie wir andere informieren und an unseren erfahrungen teilhaben lassen… dein blog gefällt mir! 🙂
      LG, isabella

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  6. Hey, das ist ein echt toller Beitrag. Ich selbst ernähre mich vegan, wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nicht so ganz den Unterschied zwischen BD und Vegan verstanden, aber BD klingt auf jedenfall auch toll(wobei ich nicht auf meinen Agavendicksaft oder meinen Ahornsirup verzichten könnte :D).

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    • dankeschön 😀 wir freuen uns, wenn unsere beiträge gelesen werden und natürlich noch mehr über lob. 😀
      BD empfiehlt rein pflanzliche ernährung und geht noch um einige schritte weiter, da die darmgesundheit und verdauungsfreundlichkeit im vordergrund stehen, sämtliche störfaktoren bzw. ungesunden nahrungsmittel vermieden werden (z.B. zucker, weizen), des weiteren auch die abfolge von speisen und die kombination von nahrungsmitteln eine rolle spielen (leichtes wird vor schwerem gegessen, proteine und kohlenhydrate getrennt), gleichzeitig permanente entgiftung stattfindet (z.B. mittels GGS) und auch faktoren wie bio-anbau und nachhaltigkeit dazugehören (keine fertiggerichte, keine chemischen zusätze, möglichst regionale und saisonale produkte).
      zum süßen empfiehlt BD stevia, birken-/kokosblütenzucker, ahorn- oder reissirup (agavendicksaft nicht, weil er 100% fructose enthält).
      das klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen kompliziert, aber es geht recht schnell, bis man sich zurechtfindet. 🙂
      LG, isabella

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      • Alles klar, danke für die Erklärung BD klingt sehr interessant 🙂 Vielleicht werde ich das auch ein mal ausprobieren, aber ich esse ziemlich gerne Weizennudeln und ich backe auch größtenteils mit Weizenmehl, also wäre das für mich ziemlich schwerig (und ich habe momentan selbst bei vegan immer noch meine „Ich will jetzt das und das Momente). BD klingt aber auch toll und vor allem Gesund 🙂

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      • 🙂 zum glück ist BD kein „entweder/oder“, sondern ein „je mehr, desto besser“-ansatz…
        das weizen-thema verstehe ich sehr gut, da pasta und alle möglichen weizen-süßigkeiten (kekse, kipferln, kuchen etc.) früher einen großen teil meiner ernährung abgedeckt haben… ich empfehle ein bisschen recherche zum thema – kurz gesagt: weizen ist leider in den letzten 40 jahren sehr stark verändert worden und dadurch nicht mehr wirklich verträglich (Buchtipp: Weizenwampe von William Davis).
        das gute daran: es gibt tolle alternativen – in kürze werden wir beispielsweise ein schnelles, feines, super-einfaches rezept für dinkel-/buchweizen-fladenbrote online stellen oder siehe auch unsere , unsere oder Rezepte mit Reisnudeln (z.B. oder .
        tipp: reisnudeln gibt es nicht nur im asialaden, sondern mitunter auch im reformhaus als spaghetti, penne oder fussili. 😀 auch (helle) dinkel-nudeln funktionieren ganz hervorragend als weizenersatz, sind allerdings nicht glutenfrei (und daher streng genommen nicht BD)…
        alles liebe, isabella

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