Marillenmarmelade – zuckerfrei und trotzdem süß

Mmmhhhh…. Marillenzeit!

Saftige, reife Marillen gehören zu meinen absoluten Lieblingsobstsorten, also genieße ich die wenigen Wochen im Jahr, wenn sie gerade Saison haben bzw. aus heimischem Bio-Anbau erhältlich sind, in vollen Zügen.

Aber Marillen schmecken nicht nur herrlich, sie sind auch überaus gesund, denn sie enthalten wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium, außerdem die Vitamine B1, B2, B6, C und E, Niacin sowie Folsäure. Besonders positiv ist auch, dass Marillen dank Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird, antioxidativ wirken, wenig Zucker enthalten, aber dafür einen hohen Wassergehalt aufweisen. Eine ganz schön lange Liste an Pluspunkten…

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Keine Frage, die beste und gesündeste Variante ist es, Marillen einfach pur zu verspeisen, denn durch Erhitzen gehen ihre positiven Eigenschaften leider verloren. Ich habe aber herrliche, reife, leider durch Hagel leicht beschädigte Marillen bekommen, die sofort weiterverarbeitet werden müssen und esse liebend gerne Marillenmarmelade, daher koche ich sie so gesund wie möglich ein.

Frische, reife, saftige Bio-Marillen aus Wien-Schwarzlackenau :-) wie schön, einen lieben Freund mit Garten zu haben....

Frische, reife, saftige Bio-Marillen aus Wien-Schwarzlackenau 🙂 wie schön, einen besten Freund mit Garten zu haben….

Das Besondere an meinem Rezept: es enthält keinen raffinierten Zucker, sondern Birkenzucker (Xylit) – das ist eine wunderbare, kalorienarme Alternative, die noch dazu positive Eigenschaften für das Zahnfleisch mitbringt und auch für Diabetiker geeignet ist. Birkenzucker wird, wie der Name sagt, aus Birken- oder Buchenrinde gewonnen. Bei uns ist er zwar noch nicht so bekannt und beliebt wie etwa in Finnland, aber doch auf dem Vormarsch und im Bio-Supermarkt oder Reformhaus erhältlich, sogar als Staubzucker. Der Preis mag zwar etwas abschreckend wirken (ca. € 8/400 g), aber da Birkenzucker stärker süßt als gewöhnlicher Zucker, ist die Verwendung sparsamer – z.B. genügen statt 200 g Zucker schon 100-120 g Birkenzucker, so meine Erfahrung.
(Vorsicht ist allerdings bei Produkten geboten, die sich „Birkensüße“ nennen, da sie nicht unbedingt gentechnikfrei sind.)

Aber jetzt geht’s ans Einkochen!

Marillenmarmelade

Kästchen_ohne Rohkost

Zutaten für ca. 400 g Marmelade:

– 1/2 kg Bio-Marillen (netto, d.h. entsteint und geviertelt)
– 100-120 g Birkenzucker (Xylitol)
– Saft von 1 Zitrone
– 1 Pise Bio-Vanilleextrakt

Für Marillenmarmelade wird auch gerne Orangen- statt Zitronensaft verwendet, das ist natürlich Geschmacksache. Da es für’s Einkochen eigentlich egal ist, dass es gerade keine frischen Bio-Orangen gibt, geht auch ein guter gekaufter Saft (kein Konzentrat).

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Ausnahme des Vanilleextrakts zusammen in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen.

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In der Zwischenzeit die Gläser und Deckel kurz in kochendem Wasser (kein Geschirrspülmittel!) einweichen und an der Luft trocknen lassen.

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Sobald die Masse kocht, Hitze reduzieren, kräftig umrühren und auf kleiner Flamme ca. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen (regelmäßig rühren), bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist.
Bitte beachten, dass diese Marmelade prinzipiell etwas dünnflüssiger wird als eine konventionelle Version mit raffiniertem Zucker und dass der Geschmack bzw. das Aroma, wenn sie heiß ist, nicht ganz dem abgekühlten Endergebnis entspricht.

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Jetzt das Vanilleextrakt hinzufügen, den Topf vom Herd nehmen und weiterrühren, bis die Marmelade nicht mehr dampft (ca. 2 Minuten), dann in die vorbereiteten Gläser einfüllen.
Sofort den Deckel draufgeben und ein paar Stunden später in den Kühlschrank stellen.

Fertig. 🙂

Die wahrscheinlich gesündeste Marmelade im ganzen Land...

Die wahrscheinlich gesündeste Marmelade im ganzen Land…

 

Haltbarkeit:
Im Kühlschrank ca. 2 Monate haltbar – länger wurde noch nicht ausprobiert. Einfrieren funktioniert angeblich auch sehr gut (dann dürfen die Gläser nicht ganz voll sein), aber damit habe ich selbst noch keine Erfahrung gemacht.

Gutes Gelingen und viel Genuss beim Verspeisen! 🙂

Sonnige liebe Grüße,
Isabella

Rezept adaptiert von Erbsenprinzessal | Originalrezept: Mama

Quellen: gesundheit.gv.at / birkengold.at / wikipedia.com

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5 Kommentare zu “Marillenmarmelade – zuckerfrei und trotzdem süß

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