Duftende, schnelle Brotfladen – vegan & hefefrei

Brotbacken ist natürlich prinzipiell eine Herausforderung, aber diese einfachen, schnellen, köstlichen Fladenbrote gelingen auch ohne jegliche Erfahrung! Wer also am Sonntag in der Früh keine Lust hat, frische Weckerln zu holen oder zwischendurch als Snack, Beilage zu Salat, Suppe oder anderen Speisen mal frische, duftende Brotfladen servieren möchte, wird von diesem Rezept bestimmt begeistert sein.  😀
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Noch ein paar Worte zum gängigen Brot und Gebäck, das wir im Supermarkt oder bei den Bäckerketten kaufen: Neben Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, Stabilisatoren, Zucker und verschiedenen, häufig chemisch hergestellten Süßungsmitteln (wie zum Beispiel dem besonders ungesunden Dickmacher Glukose-Sirup oder  Dextrose) sind häufig auch tierische Produkte wie Joghurt, Milch- und Molkepulver  sowie Hühnereipulver (alles u.U. nicht gentechnikfrei) enthalten.
Und auch wenn etwa „Dinkelbrot“ draufsteht, heißt das noch nicht, dass das auch der Hauptbestandteil ist, meistens ist dann doch mehr Weizen oder Roggen drin. Mich wundert es eigentlich gar nicht, dass ich von immer mehr Menschen höre, dass sie Brot nicht (mehr) gut vertragen – und das hängt in den allermeisten Fällen nicht mit Gluten zusammen…
Daher empfehle ich, die Zutatenlisten anzusehen (durch eine neue EU-Verordnung geht das jetzt viel leichter), unbedingt auf Bio-Qualität zu achten oder selbst zu backen – der Geschmack ist garantiert unvergleichlich besser! 🙂 Am besten einfach ausprobieren…
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100% bio, vegan, hefe-, zucker- und chemiefrei.  (Alternative zu Butter:  Alsan)

 Schnelle Brotfladen
Kästchen_ohne Rohkost
Zutaten:
  • 400 g Buchweizen-Mehl (oder Dinkel-Vollkornmehl, siehe Anmerkungen)
  • 400 ml Mineralwasser (prickelnd), geht aber auch mit Wasser
  • 1 TL Salz (je nach Geschmack)
  • 2 Msp. Brotgewürze (je nach Geschmack)
  • ev. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne (zum Bestreuen, siehe Anmerkungen)

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Anmerkungen: Natürlich gelingen die Fladen auch mit anderen Mehlsorten, zum Beispiel mit Dinkel-Vollkornmehl, allerdings sind sie dann nicht mehr  glutenfrei und entsprechen damit nicht mehr den BD-Kriterien.
Für Kerne oder unter den Teig gemischte Walnüsse gilt: Laut Trennkost-Prinzipien werden sie zu den Proteinen gezählt und passen daher nicht zum Mehl (Stärke), was wiederum gegen die BD-Kriterien geht. Wer es trotzdem ausprobieren möchte: Mit gerösteten Kernen sind die Fladen unserer Erfahrung nach leichter verdaulich als mit ungerösteten – das liegt anscheinend daran, dass sich rohe Nüsse und Samen nicht gut mit Salz vertragen.)
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Zubereitung:
Das Backrohr auf 200-210 Grad vorheizen. Mehl, Salz, Brotgewürze in eine Schüssel geben und das Mineralwasser hinzufügen. Alles gut miteinander vermengen und zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech in gleich großen „Teighäufchen“ verteilen. Mithilfe eines nassen Esslöffels (immer wieder unter fließendem Wasser nass machen)  glatte „Fladen“ (rund oder eckig, 4-5 mm dick) streichen und evtl. mit Kernen bestreuen.
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 Nun im vorgeheizten Backrohr etwa 20 Minuten backen. Die Temperatur sollte so gewählt sein, dass die Fladen in 20 Minuten eine schöne braune Färbung bekommen, das mag je nach Backrohr und „Dicke“ der Fladen etwas länger oder kürzer dauern. Sollten sie schon zu früh dunkel werden, während der letzten 5 Minuten die Temperatur auf ca. 180 Grad zurückschalten – beim nächsten Mal dann nicht so heiß. 😉
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Die fertigen Fladen sofort vom Papier lösen und auf einem Gitter ausdampfen lassen. (Das ist wichtig, damit sie nicht „schwitzen“ und dadurch „letschert“, d.h. feucht-weich werden.)
Am besten noch warm genießen.
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Bernis Tipps: Einfach alles ausprobieren!
Letztens habe ich noch eine Handvoll geröstete Kürbiskerne mit dem Mörser fein zerrieben und dem Teig mit ein wenig mehr Wasser hinzufügt. Mmmmh, „Steirer Fladen“… 🙂
Auch mal verschiedene Nüsse hinzugeben bzw. statt dem Wasser zur Abwechslung Reismilch verwenden. Wir haben schon zuckerfreie Mandelplätzchen, Wallnuss Taler und Nussstangerln hergestellt; mit ein wenig Geschick kann mann die Fladen vor dem Backen füllen.
Wenn man die Fladen eine Spur dicker macht (5 mm), ganz frisches Mineralwasser und keine Kerne oder Nüsse verwendet (so gehen sie besser auf), können sie wie Pitas gefüllt und selbstverständlich auch getoastet werden.
Und wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst Brotbrösel herstellen zu wollen: einfach die getrockneten Fladen fein mahlen.
 Alles möglich im neuen Jahr. 🙂
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Haltbarkeit:
Die Brotfladen sollten unbedingt am selben Tag gegessen werden, sonst bitte einfrieren. Am allerbesten schmecken sie, wenn sie noch ein bisschen warm sind. Je nach Lagerung werden sie innerhalb von relativ kurzer Zeit entweder weich („letschert“ – z.B. in einem Plastiksackerl) oder etwas zäh (Papiersackerl), dann ab in den Toaster und sie sind quasi wie neu. 🙂
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Rezept adaptiert von Berni
Originalrezept: Peter Mayr, Harald Stossier (2013): Die Candida-Diät
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7 Kommentare zu “Duftende, schnelle Brotfladen – vegan & hefefrei

  1. Vielen vielen Dank für das tolle Rezept, hab’s jetzt mittlerweile schon 6 mal gemacht ( aber immer nur eine halbe Portion) ich bin so begeistert davon, geht super schnell und schmeckt so lecker 🙂 ich steh im Moment so auf Zimt und mach deswegen meistens Zimt/Kardamom Brötchen daraus 🙂 mhmmmmm

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    • hallo mel,
      danke für das tolle feedback! wir freuen uns sehr, wenn unsere rezepte ausprobiert werden – und natürlich noch mehr, wenn sie dann so gut gelingen und gefallen. 😀 deine zimt-kardamom-idee finde ich super, werde ich demnächst auch ausprobieren. 😀
      alles liebe, isabella

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  5. Hey!
    Ich hab euer Rezept ausprobiert, und ich bin geschmacklich wirklich begeistert! Nur sind die Fladen bei mir eher rissig-trocken geworden. Kann es daran liegen, dass ich ein Buchweizen-Vollkorn Mehl verwendet habe? Gibt es da auch Normales und Vollkorn? Ich möchte demnächst auch die Buchweizen Brötchen ausprobieren, nur bin ich mir nicht sicher mit welcher Sorte Buchweizenmehl.
    Liebe Grüße
    Astrid

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    • Liebe Astrid,
      Habe deine Frage ein bisschen recherchiert, weil mir noch nie BW-Vollkornmehl untergekommen ist… Bei Buchweizen wird sozusagen das volle Korn gemahlen – es gibt nur diese Variante, es ist also egal, wie es heißt.
      Wenn die Fladen zu trocken waren: vor dem Backen am besten mit etwas Wasser bestreichen und ein Schälchen Wasser ins Backrohr stellen, das sollte helfen.
      Unsere Buchweizen-Brötchen funktionieren übrigens auch sehr gut und sind ganz einfach. :))
      Gutes Gelingen und alles Liebe,
      Isabella

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