Gefüllte Paprika mit Quinoa – vegan und sojafrei

Manchmal muss einfach was „Traditionelles“ auf den Tisch, also haben wir ein veganes, sojafreies Rezept für Gefüllte Paprika kreiert, das unsere strengen Maßstäbe für Geschmack und Bekömmlichkeit der Zutaten erfüllt – das Ergebnis ist so gut geworden, dass wir es mit euch teilen möchten. 🙂

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Gefüllte Paprika sind leider ein bisschen aufwendig und mit recht vielen Arbeitsschritten verbunden, ganz egal, ob vegan oder nicht. Aber es lohnt sich wirklich – und ich verrate noch meine Tricks zur Verkürzung der Zubereitungszeit . 🙂

Gefüllte Paprika – vegan & sojafrei

Kästchen_ohne Rohkost

Zutaten – Gefüllte Paprika:

  • 3-4 große Paprika
  • 1/2 Tasse Quinoa oder ungeschälter Reis  (ca. 1 Portion)
  • 1 Karotte
  • 1/2 Fenchelknolle
  • 1/2 Zuchhini
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • evtl. 1 kleine Schalotte
  • 4-5 Cocktail- oder getrocknete Tomaten
  • 4-5 EL fein gehackte Kräuter
    (Basilikum, Petersilie, Thymian, Rosmarin – je nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer, Chili
  • evtl. 2 EL Hefeflocken

Grundrezept – Tomatensauce:

  • 500 g geschälte/stückige Tomaten
  • 1 EL hochwertiges, erhitzbares Öl (oder Alsan)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • (evtl. 1 Schalotte)
  • 2 Tropfen flüssiges Stevia oder 1 Prise Birkenzucker
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Handvoll Basilikumblätter

Beilage: ungeschälter Reis, evtl. Rucola

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Tipps zur Verkürzung der Vorbereitungszeit:

1. Zu zweit kochen – macht mit einer geeigneten Person wesentlich mehr Spaß als alleine und ist ein Geschwindigkeitsbooster, wenn eine/r das Gemüse putzt, schnipselt und alle möglichen „Hilfstätigkeiten“ erledigt, während sich der/die KüchenchefIn um den Rest kümmert. 😉

2. Den Quinoa am besten im Zuge einer vorigen Mahlzeit mitkochen, zum Beispiel zu Mittag einen Salat mit Quinoa einplanen und mehr machen. Mit einem Reiskocher (Anschaffungs-Tipp) ist das aber sowieso kein Aufwand.

3. Die Tomatensauce mache ich ebenfalls nicht frisch, und das hat einen guten Grund: Damit Tomatensauce schmeckt wie in Italien, muss sie nämlich mindestens (!!!) 2 Stunden geköchelt haben,  und noch besser entwickelt sich ihr Aroma, wenn sie abgekühlt und wieder aufgewärmt wird. Dieses „Geheimnis“ hat mir vor langer Zeit eine italienische Nona erzählt, und wer es nicht glaubt: unbedingt ausprobieren. Deshalb koche ich alle paar Wochen einen riesigen Topf ganz simple Tomatensauce mehrere Stunden lang, fülle sie noch heiß in Gläser mit Schraubverschluss und kann dann längere Zeit darauf zurückgreifen.
Hier geht’s zur „Einkoch“-Anleitung.

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Zubereitung –  Tomatensauce:

Das Öl (oder Alsan) in einem Topf heiß werden lassen.
Bitte kein kaltgepresstes/natives Olivenöl verwenden, da aus seinen wertvollen Inhaltsstoffen bei zu starker Hitze giftige Verbindungen entstehen. Traditionell wurde übrigens für Tomatensauce in Süditalien, wo dünne Pastasorten wie Spaghetti herkommen, Olivenöl und in Norditalien bzw. für breitere Pasta (z.B. Tagliatelle) Butter verwendet.

Knoblauch und evtl. klein gehackte Schalotte im erhitzten Öl glasig dünsten, Topf kurz vom Herd nehmen und die Tomaten (idealerweise natürlich sonnengereifte, frisch abgeschälte – wobei ich auf das Entkernen verzichte) hinzufügen, dann salzen, kurz aufkochen und auf kleiner Flamme zugedeckt mindestens zwei Stunden (besser länger, das absolute Minimum ist eine Stunde) zugedeckt köcheln lassen, ab und zu umrühren.  Bei unserem Herd muss ich die Hitze immer wieder ein bisschen variieren.

Die letzten 10-15 Minuten den Deckel entfernen und ein wenig stärker aufdrehen. Zum Schluss sollte die Tomatensauce (wenn sie in Gläser abgefüllt wird) ziemlich dick sein – beim Aufwärmen etwas Wasser  (am besten vom „Nudelwasser“, dann wird sie schön sämig) zugeben.  Zum Schluss noch Stevia (ein bisschen Süßen ist bei Tomatensauce unerlässlich), Basilikum und Pfeffer hinzufügen – oder eben alle anderen gewünschten Kräuter, z.B. Oregano für Pizza.

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Zubereitung – Gefüllte Paprika:

Backofen auf 200 Grad Heißluft vorheizen.

Quinoa lt. Reiskocher oder lt. Packung sowie den Beilagenreis (o.a.) zubereiten.

Zucchini, Fenchel, Karotte und Tomaten in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit dem gepressten Knoblauch, der Schalotte und den Kräutern unter den fertigen Quinoa mischen. Mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Chili abschmecken. 2-3 EL der Tomatensauce (oder für eine „Protein-Mahlzeit“ Mandelmus) und evtl. 2 EL Nährhefe (für einen „käsigen“ Geschmack) hinzufügen.

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Vorsichtig die Deckel der Paprika ausschneiden und den inneren Strunk sowie Kerne und „das Weiße“ (wie heißt das eigentlich?) entfernen.

Eine Backofenform mit Deckel leicht einfetten und die Tomatensauce zuerst hineingeben. Die Paprikas füllen (wenn man mit den Fingern ein bisschen nachhilft, passt mehr hinein, als man denkt), mit ihren Deckeln abschließen und zugedeckt ca. 40 Minuten lang im Ofen lassen (je nach Backrohr vielleicht etwas kürzer oder länger), zum Schluss den Deckel runternehmen und noch ein paar Minuten in der Restwärme lassen.

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Mit Reis und frischem Basilikum servieren – auch aufgewärmt ein Hit.
Mahlzeit! 😉

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Rezept: Erbsenprinzessal

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4 Kommentare zu “Gefüllte Paprika mit Quinoa – vegan und sojafrei

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